Im Slalom folgte dann die große Aufholjagd und Teamkollege Manuel Feller zeigte mit der zweitbesten Laufzeit auf. Feller/Kriechmayr machten Platz um Platz gut, am Ende sicherte sich das österreichische Top-Duo 0,99 Sekunden hinter den Schweizern Franjo von Allmen und Tanguy Nef tatsächlich noch die Silbermedaille. Gleichauf mit den beiden Österreichern jubelten auch Marco Odermatt und Loic Meillard (SUI) über Silber.
Es ist mir eine Ehre, mit Vinc am Star zu stehen
„Ich habe gewusst, dass ich gut drauf bin und Vinc gut drauf ist. Nach der Abfahrt war es nicht wirklich in Reichweite, aber so hatte ich keinen Druck. Ich habe zu ihm gesagt, wenn er Bestzeit fährt, scheiße ich mir in die Hose. Fix ist: Die Hälfte der Medaille gehört ihm, wir sind ein Team“, sagte Feller, der 2018 in Pyeongchang bereits über die Team-Silbermedaille jubeln durfte und für Scherze zu haben war: „Es ist mir eine Ehre, mit Vinc am Start zu stehen. Er hat unten Zeit verloren, scheinbar hat er nicht ganz gecheckt, dass ich nicht beim Slalomstart direkt übernehme. Wir waren das mit Abstand älteste Team, wir haben gesagt: Old but Gold, jetzt ist es Silber. Die nehmen wir gerne.“
Danke, Manu!
Für Kriechmayr ist es nach fünf Top-8-Ergebnissen in fünf Speedrennen bei Olympischen Winterspielen die erste Medaille. „Ich weiß nicht, wie das passiert ist. Meine Abfahrt war schon eher bescheiden, aber Manuel hat einen super Job gemacht und die vorderen Jungs haben sich schwer getan. Danke, Manu!"
Für ein weiteres starkes Ausrufezeichen aus oberösterreichischer Sicht sorgte an diesem Tag Daniel Hemetsberger. Nach seinem Sturz im Training und Rang sieben in der Spezialabfahrt erzielte der Nußdorfer in der Team-Kombination mit Marco Schwarz Rang 11.