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Olympia-Bilanz: Kriechmayr holt erstmals seit 2014 wieder Edelmetall für Oberösterreich

Zwischen Top-Platzierungen und Rückschlägen

© Gepa pictures/Steiner

Mailand/Cortina (I), 05.-22.02.2026 - Bei den Olympischen Winterspielen 2026 in Italien lief es für die Athleten des Landesskiverbands Oberösterreich überwiegend solide, auch wenn nicht jeder Bewerb den erhofften Erfolg brachte. Top-Platzierungen, beherzte Auftritte trotz Rückschlägen und die Silbermedaille in der Team-Kombination zeigen: Oberösterreichs Sportler sind international konkurrenzfähig und mit den bei Olympia gesammelten Erfahrungen für die nächsten Wettkämpfe bestens gerüstet.  

Als erster Oberösterreicher bei den Winterspielen 2026 griff Snowboarder Clemens Millauer ins Wettkampfgeschehen ein, musste aber im Big Air einen Dämpfer hinnehmen. Der 31-jährige Freestyler aus Molln belegte mit 156,25 Punkten Rang 18 und verpasste den Finaleinzug der besten Zwölf um nur sieben Punkte.

 Zehn Tage später im Slopestyle‑Bewerb unterliefen Millauer in der Qualifikation in beiden Läufen Stürze. Der Mollner Snowboarder kam nicht über Rang 25 hinaus und konnte sich damit nicht für das Finale der besten Zwölf qualifizieren. 

Abfahrt: Top-7-Ergebnisse ohne Medaille

Auf der Stelvio in Bormio zeigten Oberösterreichs Speed-Asse starke Leistungen, blieben aber ohne Podium.

Vincent Kriechmayr lag bis zum Mittelteil auf Medaillenkurs, verlor in der Traverse jedoch entscheidende Zeit und belegte Rang sechs (+0,77 Sek.).

Nur zwei Tage nach einem Trainingssturz sorgte Daniel Hemetsberger mit Startnummer 1 für ein starkes Ausrufezeichen. Trotz geschwollenem Auge fuhr der Nußdorfer beherzt auf Rang sieben (+0,97 Sek.) und bewies eindrucksvoll Kämpferqualitäten.

Historisches Silber in der Team-Kombination

Für das Highlight aus oberösterreichischer Sicht sorgte Vincent Kriechmayr in Bormio. Nach Rang sieben in der Abfahrt der Team-Kombination startete Teamkollege Manuel Feller im Slalom eine Aufholjagd mit der zweitbesten Laufzeit.

Gemeinsam kämpften sie sich noch auf Rang zwei nach vorne und sicherten sich die Silbermedaille – Kriechmayrs erste olympische Medaille nach zuvor fünf Top-8-Platzierungen in Speedrennen bei Winterspielen. 

Für Daniel Hemetsberger setzte es in der Team-Kombination gemeinsam mit Marco Schwarz Rang elf – ein weiteres starkes Zeichen nach seinem Trainingssturz.

Super-G: Erneut Top 8 für Kriechmayr

Im Super-G auf der Stelvio blieb eine weitere Medaille aus. Kriechmayr belegte mit 0,78 Sekunden Rückstand Rang sieben. Bei schwierigen Bedingungen und sich verschlechternder Piste zeigte er dennoch eine solide Leistung und unterstrich seine Konstanz auf höchstem Niveau.

Skispringen: Lehrreiche Olympia-Premiere

In Val di Fiemme feierte Julia Mühlbacher ihr Olympia-Debüt. Auf der Normalschanze kam die 21-Jährige nicht optimal zurecht und belegte Rang 22.

Auch auf der Großschanze reichte es für die junge Skispringerin aus Schalchen am Ende nur für Rang 22. Damit sammelte sie bei ihren ersten Olympischen Spielen wertvolle Erfahrungen auf beiden Einzelanlagen.

Im Mixed-Team-Bewerb in Predazzo blieb eine Medaille ebenfalls außer Reichweite. Gemeinsam mit Lisa Eder, Jan Hörl und Stephan Embacher landete Österreich auf Platz fünf, lediglich 6,2 Punkte fehlten auf Bronze. Mühlbacher zeigte sich selbstkritisch, blickte jedoch kämpferisch auf die weiteren Bewerbe.

Baumgartner beendet Olympia in der Halfpipe

Ein weiterer oberösterreichischer Einsatz kam aus dem Freeski-Bereich: Samuel Baumgartner ging in der Halfpipe-Konkurrenz an den Start. Bei seinem Olympia-Wettkampf erzielte der 28-jährige Ischler mit zwei Stürzen in seinen Läufen 24,50 Punkte und belegte am Ende Rang 23 in der Qualifikation und verpasste den Einzug ins Finale.

Skicross: Födermayr scheidet im Achtelfinale aus

Auch im Skicross-Bewerb war Oberösterreich vertreten. Die Innviertlerin Christina Födermayr kämpfte in der Skicross-Konkurrenz der Frauen mit um vordere Plätze. In der Qualifikation belegte die Innviertlerin Rang 21, scheiterte jedoch im Achtelfinale als Dritte am Auftstieg ins Viertelfinale und schied aus dem olympischen Rennen aus. 

"Obwohl die Leistungen unserer Athletinnen und Athleten gemischt ausgefallen sind, so können wir trotzdem positiv bilanzieren. Erstmals seit 2014 können wir uns wieder über Edelmetall freuen. Herzlichen Glückwunsch an Vincent Kriechmayr, der nun auch eine olympische Medaille sein Eigen nennen darf", gratuliert LSVOÖ-Präsident Klaus Kumpfmüller.